DomRep - ABENTEUER
 

Wusstest Du schon.....?

                                                                            

Auf dieser Seite erwarten Euch eigenst geschriebene Artikel, die Euch das dominikanische Volk und somit das einheimische Leben mal auf eine ganz neue Art und Weise nahe bringen sollen.

Die Inhalte dieser kleinen Berichte basieren auf unserer persönlichen Erfahrung, die wir im jahrelangen Zusammenleben mit und unter Dominikanern -- damit sind nicht nur unsere Ehepartner gemeint-- gesammelt haben und immer noch tagtäglich sammeln. Werft mal einen Blick auf die Inhaltsangabe und Ihr werdet sicher interessante Hintergrundinformationen entdecken!!

                                                                                                                               

 
 
INHALT
 
Artikel  1: Welchen Luxus leistet sich der Dominikaner?

 
Artikel  2: Nutzt der Dominikaner ein Taschentuch?

 
Artikel  3: Was ist schlechtes und gutes Haar?

 
Artikel  4: Wer ist Mami und Papi?

 
Artikel  5: Wie oft besuchen Dominikanerinnen den Salon?

     
Artikel  6: Welcher ist der dominikanische Nationalsport?

 
Artikel  7: Wie trinkt der Dominikaner seinen Kaffee?

 
Artikel  8: Wie sagt man zu den Großeltern?

 
Artikel  9: Wie verläuft ein Krankenhausaufenthalt? 
 
 
Artikel 10: Wie wichtig sind Komplimente

 

 

 

Artikel 1

 

Welchen Luxus leistet sich der Durchschnittsdominikaner, der in Deutschland nur Bestverdienern vorbehalten ist?

 Nur 4 kleine Beispiele

·                     Haushaltshilfe

·                     Kindermädchen

·                     Schuhputzdienst

·                     Bügeldienst......

 

Sobald es irgend geht und der Dominikaner ein paar hundert Pesos übrig hat, wird der Haushalt und meist auch das Kochen nicht mehr selbst, sondern von einer sogenannten "muchacha" erledigt.

Diese kommt oft aus der unmittelbaren Nachbarschaft bzw. einer Gesellschaftsschicht darunter.Wohnt ein Domi (wie wir sie liebevoll nennen) z.B. in einem Residencial-also einer normalen Siedlung- kommt das "Personal" , sei es zum Kochen, Putzen, Bügeln, Schuheputzen oder Babysitten aus einem sogenannten "Barrio" welches nicht selten Slums gleichkommt. Dort ist Arbeit für die meist ungebildete Schicht der Dominikaner genauso schlecht zu finden wie Wasser in der Wüste und die Barriobewohner, die häufig zu den vielen Analphabeten des Landes gehören, sind froh um diese Jobs.

Allgemein tendiert der Dominikaner zur Bequemlichkeit und vermeidet unnötige Mühen, eines der grundlegenden "Zutaten" zu einem ruhigen Leben (una vida tranquila)...von dem wir oft nur träumen können!!

Es ist die Leichtigkeit des Seins, die WIR von den Domis lernen können!!!

 

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Artikel 2

Warum benutzt der Dominikaner nie ein Tempo-Taschentuch?

Nun, die Domis finden das Benutzen eines Taschentuchs, wie wir es tun--besonders zu Tisch, auch wenn wir uns seitlich beim Nase putzen wegdrehen--schlicht und ergreifend EKLIG und zieht es daher vor, hochzuziehen (was wir wiederum als eklig empfinden!) und nicht, wie mir mal eine Dominikanerin in einer Unterhaltung über eben genau dieses Thema mitteilte "den Inhalt der Nase zusammengefaltet in der Hosentasche mit sich herum zu tragen"!!!

Naja bei dieser Betrachtungsweise der Domis müssen wir uns vielleicht auch mal fragen: was ist nun ekliger? Das Hochziehen, was man seinem Kind natürlich nach deutschem Maßstab bitteschön abgewöhnt und ihm stattdessen das Naseputzen beibringt oder das "mit sich tragen des grünen Willis"???Denkt mal drüber nach!!

 

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Artikel 3

Wusstest Du schon, dass es für den Dominikaner wörtlich übersetzt "schlechtes" und "gutes" Haar gibt?

Ja wirklich!Pelo malo (schlechtes Haar), wie der Domi sagt, ist das für uns Deutsche so schöne dicke lockige Haar, besonders bei den kleinen Mädels mit den hübschen "Korkenzieherlocken". Pelo bueno (gutes Haar) hingegen ist das eher dünnere Haar--umso dünner und feiner, desto besser--welches dann nur wellig bis glatt ist.

Aus diesem Grund müssen auch die meisten Mädchen mit "pelo malo" morgens beim kämmen täglich eine tränenreichen Prozedur überstehen, bei der mit einem bestimmten Öl das dicke Haar häufig in Form mehrerer Zöpfe gebracht wird.

Bei den Jungs mit "pelo malo" wird fast immer kurzer Prozess direkt beim Friseur gemacht und die Haarpracht kommt einfach ab.

Allgemein ist es so, dass die Domis ihre Locken nicht mögen und VIIIIEL lieber glattes Haar hätten.

 

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Artikel 4

Wusstest Du schon, dass wenn der Dominikaner von "mami" und "papi" spricht, oft NICHT von seinen Eltern die Rede ist?

..sondern vielmehr von seinen Kindern!! Ehrlich wahr!! So wie wir unsere Kinder mit "Mäuschen", "Schätzchen" oder "Liebling" herbeirufen, so hört man es in der Dom Rep schon mal als Kosenamen "mami" oder in der Verniedlichungsform auch "mamita" bei einem Mädchen und "papi" oder eben "papito" bei einem Jungen rufen.

Übrigens findet der Domi unser häufig verbreitetes Kosewort "Mäuschen" wie s.o., wörtlich übersetzt "ratoncito" SEHR befremdlich und alles andere als niedlich.

 

Es ist noch zu sagen,dass es auch Frauen häufig passiert als "mama" oder "mamita" bezeichnet zu werden. Dies ist allerdings meist nett gemeint, weil es gerade, wenn man als Frau von einer anderen Frau so benannt wird, eher als Kompliment zu verstehen ist.

 

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Artikel 5

Und noch eine Frage zum Thema Haare! Schon gewusst, dass vor allem die DominikanerINNEN ca. 50 mal pro Jahr zum Frisör gehen?

Es ist wirklich so. Die ganz armen Dominikanerinnen jetzt mal rausgenommen, gehört es für jede Durschnittsdominikanerin, die etwas auf sich hält zum guten Ton, meist jeden Samstag zum Frisör zu gehen. Dies hat auch einen bestimmten Grund.

Da viele Frauen die sogenannten "schlechten Haare"  (siehe Artikel 3) haben und ja wie schon erwähnt ihre Locken nicht mögen, sondern viel lieber glattes Haar wollen, gehen sie eben zum waschen und legen, wobei das legen oft eine laaaange Fönprozedur beinhaltet, zum Frisör. Damit das Haar dann auch bis zum nächsten Samstag gut sitzt, schlafen die meisten Frauen mit Haarnetz und umso mehr sich die Woche dem Ende neigt, desto häufiger beobachtet man, dass das Haar zu einem Zopf geflochten wird.

 

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Artikel 6

Bei uns ist der Nationalsport Fußball. Welchen Sport lieben aber die Dominikaner?

Die eindeutige Antwort auf diese Frage lautet: BASEBALL!!! Jeder kleine dominikanische Junge, ob arm oder reich, träumt davon, mal ein ganz großer Baseball-Star zu werden.

Im Barrio sieht man die armen Jungs mit improvisierter Ausrüstung spielen. Diese sieht z.B. so aus. Der Schwester wird der Kopf der Lieblingspuppe gemoppst, ein dicker Strumpf herumgebunden, so dass ein Baseball entsteht und dann wird nach Holzstöcken Ausschau gehalten, da kommt alles in Frage, was den kräftigen Schlägen stand hält.

Bei den Durchschnitts und reichen Dominikanern trägt der Sprößling natürlich die Baseballuniform seines Clubs und hat auch die entsprechende Ausrüstung wie Schläger, Handschuh und Baseball.

Die Eltern und vor allem auch die Väter setzten oft große Hoffnung in ihre Jungs, denn diejenigen, die von amerikanischen Talentsscouts "entdeckt" werden und es dann vielleicht sogar nach Amerika in die bekannten Teams schaffen, sind die großen Idole in der DomRep. Stars wie Sammy Sosa, Alex Rodriguez oder Many Ramirez allesamt Dominikaner, um nur einige zu nennen, haben es vorgemacht.

 

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Artikel 7

Bei uns in Deutschland, Sonntag nachmittag um 15.00 Uhr, wer kennt das nicht, Kaffee und Kuchen im Kreise der Lieben. Kennt dies auch der Dominikaner??

Die Antwort lautet NEIN! Zwar trinken auch die Dominikaner Kaffee und mögen auch Kuchen, doch nicht das "traditionell für uns typische Kaffee-Trinken".

Der Dominikaner trinkt ersteinmal nicht in so großen Tassen wie wir, sondern in kleinen Espresso-Tassen. Zudem lieben die Domis ihren Kaffe sehr stark und vor allem seeeehr süüüüüß!!! Übertrieben könnte man sagen, dass ein Löffel drin stecken bleiben könnte.

Geht man dominikanische Verwandte oder Freunde besuchen, dann bekommt man generell Kaffee angeboten, jedoch fragt keiner , WIE man ihn gerne trinkt, ob mit Milch oder Zucker oder schwarz. Man bekommt den Kaffee stets in kleinen "Finkennäpfchen" und immer süß serviert. Aber , umso öfter man den Kaffee so trinkt, umso mehr gewöhnt man sich dran und dann schmeckts auf einmal!!

Die Domis können es übrigens gar nicht verstehen,wie man den Kaffee so ganz"ohne alles" trinken kann..

 

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Artikel 8

Und noch eine "Bezeichnungsfrage". Wusstest Du schon, dass mit "mama" und "papa" nicht immer Mutter und Vater gemeint sind?

Es sind nämlich die Oma (übersetzt eigentlich:abuela) und der Opa (abuelo) die als "mama" und "papa" bezeichnet und gerufen werden.

In den seltesten Fällen wird die oben genannte eigentliche Übersetzung von Oma und Opa verwendet, auch wenn sie durchaus existiert.

Man nutzt einfach im allgemeinen dominikanischen Sprachgebrauch "mami" für die Mutter, "mama" für die Oma, "papi" für den Vater und "papa" für den Opa. wahrscheinlich drückt es oft auch die Verbundenheit der Enkel zu ihren Großeltern aus, die nicht selten die Rolle der Eltern im Alltag übernehmen, sei es weil beide Elternteile arbeiten oder sei es weil es einfach zu viele Kinder gibt und die Eltern anzahlmäßig überfordert sind.

Im ersten Fall ist es im Übrigen so, dass für das Betreuen der Kinder die Großeltern von den Eltern finanziell ünterstützt werden. In der Dom Rep gibt es in der Familie sowieso den Grundsatz der gegenseitigen Hilfe--ein ständiges Nehmen und Geben, denn das soziale Netz, wie man es in Deutschland kennt, bildet hier die dominikanische Familie selbst.


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Artikel 9  

Schon gewußt, dass wenn in der Dom Rep jemand krank im Krankenhaus liegt, dieser jemand NIEMALS ohne Besuch sein wird?

Auch wenn jemand (rein hypothetisch, denn in der Dom Rep wäre dies extrem unwahrscheinlich!!) keine Angehörigen hätte, so ist es doch undenkbar, dass dieser jemand allein und einsam ohne jeglichen Besuch--wie es bei uns in Deutschland leider häufig der Fall ist--im Krankenhaus läge.

In der Dom Rep ist im Krankenzimmer immer Trubel, ein sich die "Klinke in die Hand geben"--für unseren deutschen Geschmack manchmal schon etwas "zuviel des Guten".

Nicht nur Verwandte kommen,sondern auch Freunde, Bekannte, vor allem aber auch Nachbarn--denn GUTE NACHBARSCHAFT wird in der Dom groß geschrieben. Dabei ist es unerheblich, ob man nun eng mit diesem Nachbarn befreundet ist oder nicht. Er kommt trotzdem und stattet dem Kranken einen Besuch ab.

Oft kommen zudem noch die "Brüder" und "Schwestern" von der christlichen Gemeinde--denn auch der christliche Glaube wird in der Dom groß geschrieben.

Man beobachtet auch gerade um die Mittagszeit, dass den Kranken kleine Töpfchen und Tupperdosen mit Mittagessen gebracht werden, denn in der Dom Rep beinhaltet ein Krankenhausaufenthalt je nach Krankenversicherungsleistung (vorausgesetzt, der Kranke besitzt überhaupt eine..) nicht automatische Vollverpflegung wie bei uns.

Man sieht also auch an diesem Beispiel, dass Grundvoraussetzung für das Leben oder auch manchmal "Überleben" des Dominikaners sein persönliches familiäres und soziales Umfeld ist.

Und genau weil Abhängigkeiten gegenseitig in jeder Beziehung bestehen, sind einsame, völlig isoliert lebende Dominikaner quasi nicht existent und ich denke, dass genau diese Lebensweise einen entscheidenen Beitrag dazu leistet, dass wir Deutschen die Domis so liebenswert finden, denn sie sind einfach ganz anders wie wir und das macht ihren Charme, dem viele Urlauber schon nach ihrer ersten Reise in dieses schöne Land erliegen, einfach aus!

 

 

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Artikel 10

Sind dem Dominikaner Komplimente wichtig?

Die Antwort auf diese Frage, kann eigentlich jeder, der der spanischen Frage ein bisschen mächtig ist, problemlos mit einem fetten JA, beantworten.

Der dominikanische Alltag ist ohne das permanente Benutzen von Komplimenten gar nicht vorstellbar und würde wahrscheinlich nicht funktionieren.

Ein Deutscher, der seine Anliegen, sei es im Supermarkt , in der Bank oder auf dem Postamt auf seine "deutsche Art" ,auch wenn dies in spanischer Sprache geschieht, äußert, wird wahrscheinlich auf wenig bis gar keine Sympathien stoßen und schnell als "hart" und "kalt" eingestuft und noch langsamer bedient werden, als dies eh schon der Fall ist.

Mit einem netten "mi amor" (wörtlich: meine Liebe) oder "linda"(wörtlich.Schöne) kommt das schon viel netter rüber.

Hört man den Dominikanern im gegenseitigen Umgang mal aufmerksam zu, so wird man feststellen, dass sie für den deutschen Geschmack schon fast zu nett miteinander reden--teilweise würden wir uns plump angemacht fühlen--, aber das ist eben dominikanisch und auf keinen Fall so zu verstehen!

Komplimente sind auch unter völlig Fremden, besonders von Mann zu Frau, aber auch unter Gleichgeschlechtlichen, einfach Gang und Gebe und eben latinomäßiger Charme.

Als Deutscher in der Dom Rep lebend, muss man auf jeden Fall lernen, diese "Umgangsfloskeln" und das häufige Aussprechen von Komplimenten, vor allem, was das Äußere angeht (z.B.: que linda te ves = wie hübsch Du aussiehst) zu benutzen, auch wenn es anfänglich ungewohnt und komisch ist, aber jeder wird schnell merken, dass man so schneller ans Ziel kommt und irgendwann kommt dies von ganz allein.

Eigentlich eine Tatsache, die man sich auch für den deutschen Alltag wünschen sollte, dann wären vielleicht viele von den Miesepetern auch ab und zu mal besser drauf!!

 

Anmerkung: Sollte ein Neugeborenes alles andere als niedlich sein, so sagt man wenigsten wie groß und gesund das Baby aussieht.

 

 

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